Weihnachten – Bedeutung und Rituale in verschiedenen Ländern

Andere Länder, andere Sitten. Dieses schöne Sprichwort gilt natürlich und gerade auch für Weihnachten.
In Deutschland ist Weihnachten ohne Tannenbaum, mit tropischen Temperaturen oder in Badehose undenkbar. In anderen Ländern ist das normal.
Viele Länder auf der Welt haben ganz unterschiedliche Vorstellungen davon, was zum Weihnachtsfest gehört und dementsprechend gibt es auch unterschiedliche Rituale.

Auf der anderen Seite der Erde – in Australien – fällt die Weihnachtszeit in den Hochsommer. Der Weihnachtsmann in Badehose und auf dem Surfbrett ist hier völlig normal.
Die Weihnachtstraditionen aber ähneln denen in England, was nicht wundert, war Australien doch lange Zeit eine Kolonie des britischen Empires.
Einen Tannenbaum kennen die Australier auch, allerdings ist er hier in Down Under meist aus Plastik. Es gibt typisch britische Kost: Truthahn und Plumpudding gehören unbedingt zum Weihnachtsmenü dazu. Oft gibt es ein Familienpicknick am Strand.
Wie in allen englischsprachigen Ländern werden die Geschenke erst am Morgen des 25. Dezember ausgepackt.

Aber auch bei unseren europäischen Nachbarn gibt es durchaus andere Rituale in der Weihnachtszeit und auch die Bedeutung von Weihnachten kann in anderen Ländern von unserer Sicht in Deutschland abweichen.

In Finnland beispielsweise feiern die Menschen Weihnachten nicht nur als Fest zur Geburt Jesus Christus, sondern gedenken in diesen Tagen auch ihrer Verstorbenen. Daher schmücken die Finnen in der Weihnachtszeit auch ihre Gräber sehr bunt und eindrucksvoll.

Am 24. Dezember wird mittags der Weihnachtsfriede ausgerufen. Eine weitere Besonderheit in Finnland ist der Besuch der Sauna am 24. Dezember. Erst danach gibt es ein Festmahl und auch Geschenke unter dem Tannenbaum.

In Griechenland besuchen die Menschen am Abend die Kirche. Ein großes Feuer wird entzündet, damit das Christkind sich wärmen kann. Am 25. Dezember besuchen die Griechen traditionell ihre Familien und Freunde. Von heute ab wird in den nächsten 12 Tagen jeden Tag ein kleines Feuer entzündet, um böse Kobolde zu vertreiben. Richtig gefeiert wird aber erst am 1. Januar. Jetzt gibt es auch einen Kuchen aus Hefeteig, der „Vassilopita“ heißt. In ihm ist eine Münze versteckt und wer sie findet hat angeblich ganz viel Glück im neuen Jahr. Die Kinder ziehen mit Lobgesängen von Haus zu Haus und bekommen kleine Geschenke.

„Merry X-Mas“ heißt es zu Weihnachten in Amerika. Bunt und fröhlich feiern die Amerikaner das Weihnachtsfest. Schon in der Vorweihnachtszeit kann es den meisten Amerikanern nicht bunt genug sein und sie schmücken ihre Häuser, Geschäfte und Straßen mit Lichterketten, leuchtenden Figuren und vielen anderen Dekorationen.
Das Fest selbst beginnt am 25. Dezember. In der Nacht zum 25. Dezember bringt Santa Claus mit dem Rentierschlitten die Geschenke und steigt dazu durch den Kamin. Die Kinder und natürlich auch die Erwachsenen haben Weihnachtssocken an den Kamin gehängt. Darin verstaut Santa Claus die Geschenke.


Ähnlich feiern die Menschen im britischen Königreich. Auch hier bringt „Father Christmas“ die Geschenke in der Nacht zum 25.Dezember durch den Kamin und steckt sie in die Weihnachtssocken. Am 25.12. feiert die ganze Familie den Christmas Day und lauscht traditionell der Weihnachtsansprache der Queen im TV.

In Russland gibt es keinen Weihnachtsmann und kein Christkind. Hier bringt Väterchen Frost mit seiner Enkeltochter „Schneeflöckchen“ die Geschenke auf einem Schlitten. Er trägt auch kein rot-weißes, sondern ein blau-weißes Kostüm und hat einen langen Stab mit Eiszapfen in der Hand. Die Russen feiern das Weihnachtsfest erst am 7. Januar. Sie richten sich nach dem julianischen Kalender.
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